Breitling in neuem Besitz

Breitling in neuem Besitz

Nach der offiziellen Übertragung der Breitling Montres SA am 30. November 1982 wurde der Unternehmenssitz nach Grenchen verlegt. 1984 feierte Breitling unter den neuen Besitzern sein 100. Jubiläum mit einer komplett neu gestalteten Chronomat, die sich durch ihre Lünettenreiter und ihr spezielles Automatik-Chronographen-Kaliber auszeichnet. Dem Design lag ein Uhrenmodell zugrunde, das die Marke im Jahr zuvor eigens für die berühmte Kunstflugstaffel der italienischen Luftwaffe, die Frecce Tricolori, entworfen hatte.

1985 folgte die Premiere des multifunktionalen Modells Aerospace. Diese innovative Quarzuhr mit Titangehäuse verfügte über eine doppelte – analoge und digitale – Anzeige, und das Zifferblatt war mit zwei Flüssigkristallanzeigen (LCD-Displays) versehen. Bemerkenswert waren auch ihr besonders einfaches und logisches Kontrollsystem und die eindrucksvolle Vielfalt von Funktionen, die sich allesamt durch blosses Drehen, Drücken oder Herausziehen der Krone aktivieren liessen.

1985 war es auch Zeit für eine Neuauflage der Navitimer, die in einer Ausführung mit Handaufzug herausgebracht wurde. Was Look und Funktionalität angeht, huldigte die Reference 81600 der ursprünglichen Navitimer. Eine Automatikversion kam 1987 heraus. Auch diese Navitimer entwickelten sich zu Bestsellern, die unter anderem vom französischen Sänger und Komponisten Serge Gainsbourg getragen wurden.

Ein weiteres Starprodukt war die Emergency, die, wie der Name bereits vermuten lässt, die erste Armbanduhr mit integriertem Notrufsender war. Sie wurde 1988 mit einer einzigen Antenne lanciert, war aber erst 1995 mit der Einführung eines genialen, patentierten Antenneneinsatzsystems voll ausgereift. Der Mikrosender des späteren Modells, der an die Notsignalfrequenz des internationalen Flugverkehrs angeschlossen war, war mit zwei Antennen ausgestattet und verfügte über eine unabhängige Gangreserve von 48 Stunden.

Gerade rechtzeitig zur Feier des 125. Jubiläums stellte Breitling das hauseigene Uhrwerk für Automatikchronographen vor, das Breitling-Manufakturkaliber 01. Diese Innovation sicherte der Marke einen Platz im erlesenen Kreis der Qualitätsuhrenhersteller.

2010 kam das Modell Chronospace hinzu. Dieser reizvolle Nachfolger der Aerospace mit Chronograph zeigte nicht nur die Zeit bis zu einer Hundertstelsekunde genau an, sondern verfügte auch über ein Digitaldisplay mit Alarm, Kalender, Countdown-Zähler, GMT-Zeitanzeige und eine zweite Zeitzone mit Rechenschieberfunktion, die man normalerweise mit den Breitling Spezialuhren für bestimmte Berufsgruppen assoziiert.

Im Jahr 2015 kombinierte die Exospace B55 den Charme einer hervorragenden Armbanduhr mit einer Smartphone-Konnektivität. Mit seinem schwarzen Titangehäuse und dem Gummiarmband zog sie alle Blicke auf sich. Sie war – in bester Firmentradition – für Luftfahrtprofis entwickelt worden. Zeit, Zeitzone und Alarmfunktion konnten über das Smartphone des Trägers eingestellt werden. Zwei digitale Displays auf dem Zifferblatt benachrichtigten den Eigentümer über eingegangene E-Mails oder Textbotschaften und zeigten auch eingehende Anrufe und Kalendertermine an.